A New Gaze 2017 wurde unter das Thema Sicherheit/Unsicherheit gestellt, welches aktuell nicht nur den Wandel in der Finanzbranche mitprägt sondern auch welt- und gesellschaftspolitisch beschäftigt. Eva O’Leary (*1989, USA) überzeugte mit ihrer Eingabe die Vontobel-Kunstkommission und erhielt den Auftrag zur Umsetzung ihres Projekts Concealer.

Eva O’Leary schuf im Rahmen von A New Gaze eine dreiteilige Arbeit, in der sie die Fotografie als Instrument zur Erschaffung von unterschiedlichen Realitäten in der heutigen westlichen Gesellschaft untersucht. Die Rhetorik der kommerziellen Fotografie, die uns ständig neue perfekte Wirklichkeiten präsentiert und damit unsere eigene Wahrnehmung und innere Befindlichkeit verunsichert, bildet das Zentrum ihrer Auseinandersetzung. O’Leary untersucht zum einen, wie und nach welchen Vorbildern junge Menschen, vor allem junge Frauen, ihr öffentliches Bild erschaffen, das sie in den sozialen Netzwerken präsentieren. Diesem individuellen Bild stellt O’Leary eine neue Art der Landschafts- und Menschenfotografie entgegen, eine, in der sich die Widersprüche, die Brüche zwischen den öffentlichen, den gezeigten, gedruckten Werbebildern und der tatsächlichen Realität mischen und reiben.

  

Concealer

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In ihrem Städtchen lernte Eva 0'Leary früh zu begreifen, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint, dass es nicht eine Realität, sondern verschiedene Wirklichkeiten gibt [...].

 

Urs Stahel über Eva O’Leary

Bildbetrachtung

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Das Wasser strömt über die ockerfarbenen Steinstufen hinab, durch das erste und dann das zweite türkisfarbene Becken am unteren Bildrand bis zum Betrachter. [...]

 

Bildbetrachtung von Luisa Baselgia

  

Künstlerstatement

"No matter how much I object politically or artistically to the rhetoric of commercial photography, I am seduced by its tricks - the ways it sweetens the body and the landscape, masks the unpleasant, and transforms beauty and desire into myth. From a young age, this kind of imagery taught me to suppress my desires, values, personality, and flaws. It’s an experience common to many women; we are shaped by ideologies of domination and control within contemporary commerce; projecting fantasies onto our bodies that are not our own. I see my work as an alternate propaganda, one in which I take on the language of commercial photography in order to arrive at something darker. Self-tanner becomes a creeping rash, tattoos are strange and inscrutable, and a body of water engulfs a human body through the glittery trick of a lens."

  


1 of 12 Polar © Bears (vehicle wrap #2), 2016
2 of 12 Happy Valley (vehicle wrap #1), 2014
3 of 12 Face Cake, 2016
4 of 12 Elijah, 2015
5 of 12 Solo Cup, 2016
6 of 12 Body Builder, 2015
7 of 12 Mirror Portraits - Ava, 2017
8 of 12 Mirror Portraits - Hannah, 2017
9 of 12 Mirror Portraits - Millie, 2017
10 of 12 Mirror Selfie 1, 2016
11 of 12 Mirror Selfie 4, 2016
12 of 12 Mirror Selfie 7, 2016
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