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«A New Gaze 3» geht an Dongkyun Vak

Im Frühjahr 2021 präsentieren wir die Arbeit von Dongkyun Vak im Rahmen einer öffentlich zugänglichen Ausstellung im Vontobel-Hauptgebäude in Zürich. Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Informationen über «A New Gaze» und die Vontobel-Kunstsammlung.

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Nach Nordamerika und Afrika widmet sich «A New Gaze 3» der zeitgenössischen Fotografie im ost- und südostasiatischen Raum. Der Gewinner Dongkyun Vak (*1992, Südkorea) überzeugte die Jury mit seiner Projektidee, das Spannungsfeld Mensch, Natur und Technologie im Anthropozän zu untersuchen.

«Responsibility – Verantwortung im Zeichen des Anthropozän» als Leitthema

Wir leben in einem Zeitalter, in dem der Mensch die Erde signifikant beeinflusst. Wir wissen, dass viele Veränderungen auf unserem Planeten hausgemacht sind. Wir erkennen je länger je besser, dass sich Natur und Zivilisation nicht mehr trennen lassen. Das Bewusstsein um den fatalen Schaden, den wir dem Planeten bereits zugefügt haben, muss Anstoss geben, unser Handeln fundamental zu ändern. Die Erkenntnis dieser neuen Situation bewegte Wissenschaftler im Jahr 2000 dazu, den Begriff «Anthropozän» für das neue, gegenwärtige Erdzeitalter einzuführen: Er bezeichnet eine neue Ära, in der der Einfluss der Menschheit auf die Erde grösser ist als geologische Einwirkungen. Der menschliche Fussabdruck wird von nun an den Planeten für Jahrtausende, für Hunderttausende von Jahren zeichnen. Sind wir bereit, dafür die Verantwortung zu übernehmen?

 

 

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TD16DM2CFUV.JP-104_0518EE_C2020VGT-VARII, 2019 / © the artist

  

Der Gewinner Dongkyun Vak wird sich für «A New Gaze 3» dem Spannungsfeld Mensch, Natur und Technologie widmen. «Um unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt nachzukommen, prägen zunehmend innovative Technologien und auch «ökofreundliches Design», wie zum Beispiel Elektroautos oder Luftreiniger, unseren Alltag. Unsichtbare Kraft hinter diesen Veränderungen ist die Technologie, scheint sie doch zugleich Ursache und Lösung für die ökologischen Herausforderungen des Anthropozäns zu sein», kommentiert Dongkyun Vak seine Arbeit.

Dieser Zwiespalt spiegelt sich auch in der Ästhetik seiner Bildsprache. Sie zeigt sowohl das Verführerische als auch das Befremdliche der von neuen Technologien geprägten Umwelt. So wirken in seinen Bildwelten selbst lebendige Tiere wie Artefakte, die ihres Lebens beraubt wurden.

  

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SD16DM2SAUV.KR-06624_1308_Ultraviolet, 2020 / © the artist

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SD17RCFUV.KR-UNKN_2191_East Seoul, 2020 / © the artist

  

«Dongkyun Vak ist ein junger Künstler, der mit dem Medium Fotografie das Verhältnis von Wirklichkeit und fotografischem Abbild untersucht. Seine Idee, den Einfluss der Technologie auf unsere visuelle Umwelt zu erforschen, überzeugte in Verbindung mit seiner klaren Bildsprache und makellosen Ästhetik. Er startete damit einen Versuch, die Visualität des Anthropozäns fern von Umweltkatastrophen aufzuzeigen», so Axel Schwarzer, Präsident der Vontobel-Kunstkommission.

  

«A New Gaze 3» wird von Luisa Baselgia, Vontobel-Kunstsammlung, und Urs Stahel, Gründer und ehemaliger Direktor des Fotomuseums Winterthur, kuratiert und im Frühling 2021 im Rahmen einer öffentlich zugänglichen Ausstellung im Vontobel-Hauptgebäude an der Gotthardstrasse 43 in Zürich präsentiert. Ergänzend wird eine von Teo Schifferli gestaltete Publikation erscheinen.

  

Über Dongkyun Vak

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Dongkyun Vak (*1992) lebt und arbeitet in Seoul, Südkorea. Sein Interesse gilt der Beziehung zwischen Objekt und Bild im digitalen Zeitalter und der Rolle der Technologie im Anthropozän.

Mehr über den Künstler

Prozess und Jury

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Bei der Nominierung sind wir auf die Hilfe von Expert_innen der lokalen Kunstszene angewiesen.

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